Nervschonende Operationstechnik zur Erhaltung der Potenz

Die Nervschonung wird sehr vorsichtig und zeitaufwändig durchgeführt: Die gefäß- und nervenführende Schicht wird Millimeter für Millimeter von der Prostata abgelöst. Dabei wird darauf geachtet, dass keinerlei elektrische Energie oder Hitze zur Anwendung kommt, um die empfindlichen Nerven nicht zu schädigt.

Schauen Sie, wie dies dank der NeuroSAFE-Technik gelingt. 

Aus Ergebnissen eigener Untersuchungen wissen wir, dass die Erektionsrate bei präoperativ potenten Männern für einen Geschlechtsverkehr ausreichend ist. Sie liegt bei 84 % bis 92 % wenn eine beidseitige und bei 58 % bis 70 %, wenn eine einseitige Nerverhaltung durchgeführt wurde.

Häufig gestellte Fragen

Kann bei mir eine Nervschonung durchgeführt werden?

Bei fast allen Patienten wird die Nervschonung zur Erhaltung der Potenz während der Operation durchgeführt. Es ist nur dann nicht möglich, wenn auch nur einzelne Zellen vom Krebs bereits an die Nerven, die seitlich an der Prostatawand kleben, herangewachsen sind. Als einzige Klinik in Deutschland überprüft die Martini-Klinik bei dem Patienten mit der Neuro-Safe-Technik während der Operation, ob der Schnittrand, der an die Nerven angrenzt, schon Tumorzellen enthält. 

Basierend darauf wird entschieden, ob die Nerven auf jeder Seite endgültig erhalten bleiben können oder ob sie doch noch entfernt werden müssen. Durch diese in der Martini-Klinik entwickelte Methode wurde in der Vergangenheit bei 88 bis 99 % der Patienten, je nach Stadium des Tumors (insgesamt bei 97 %), eine Nerverhaltung durchgeführt.