Die Chemotherapie

Was mit einer Chemotherapie erreicht werden kann, ist ein Wachstumsstopp und eine Linderung vorhandener Beschwerden. Wie ausgeprägt die dadurch erzielte Lebensverlängerung ausfällt, ist individuell unterschiedlich. Gute Erfahrungen haben Urologen und Onkologen in den letzten Jahren mit so genannten Taxanen gemacht. Das am häufigsten eingesetzte Taxan bei Prostatakarzinompatienten ist Docetaxel. Zudem konnte kürzlich eine weitere Chemotherapie zugelassen werden (Cabazitaxel), die dann zum Einsatz kommt, wenn die Chemotherapie mit Docetaxel keinen Nutzen mehr zeigt.

Die genannten Chemotherapeutika, die gegen metastasierten Prostatakrebs eingesetzt werden, erhalten Patienten als Infusion in eine Vene. Je nach Behandlungsschema wird die Infusion etwa alle drei Wochen wiederholt. Mit Begleitmedikamenten lassen sich Nebenwirkungen wie etwa Übelkeit wirksam unterdrücken. Patienten erhalten je nach Art der Chemotherapie zusätzlich noch ein Kortisonpräparat. Wöchentliche Blutbildkontrollen sind unter Chemotherapie essentiell.