Abirateron

Während die klassische Hormonentzugstherapie die Hormonproduktion im Hoden und der Nebenniere drosselt, hemmt Abirateron die Testosteronbildung in der Prostatakrebszelle. Als Ergebnis bremst Abirateron das Krebswachstum, wirkt dadurch lindernd auf tumorbedingte Symptome und verlängert das Überleben von Patienten mit einem kastrationsresistenten, metastasierten Prostatatumor. Bisher besteht eine Zulassung für Patienten, die ein kastrationsresistentes Tumorstadium mit nachgewiesenen Metastasen in Knochen oder Organen aufweisen unabhängig davon, ob eine Chemotherapie gegeben wurde. Abirateron wird in Tablettenform in einer Dosis von 1000mg (4x250mg) pro Tag eingenommen. Das Medikament sollte mit einer niedrigen Dosis Kortison  (Prednison 2x 5mg) kombiniert werden, um Nebenwirkungen zu verringern.  Insgesamt wird Abirateron gut vertragen, aufgrund seines Einwirken auf den Flüssigkeits- und Salzhaushalt kann es zu erniedrigtem Kalium im Blut kommen. Außerdem sollte der Blutdruck und die Leberwerte kontrolliert werden.