Fakten zur Erhaltung der Potenz

Die Potenz wird über sehr dünne und empfindliche Nervenfasern gesteuert, die auf ihrem Weg vom Gehirn zum Penis sehr dicht an der Prostata entlang verlaufen. Kann man diese feinen Gefäßnervenstrukturen während der Operation schonen, wird in den überwiegenden Fällen auch die Erektionsfähigkeit erhalten. Definiert man Potenz zum Beispiel mit der Frage, ob nach der Operation die Durchführung von Geschlechtsverkehr möglich ist, so bejaht dies ein Großteil unserer Patienten, bei denen die Nerven auf beiden Seiten der Prostata geschont werden konnten:

  • 92 % der Männer, die jünger als 60 Jahre sind,
  • 85 % der 60- bis 70-jährigen Männer und
  • 84 % der über 70-jährigen Männer.

Die Tabelle zeigt die Potenzraten unserer Patienten, die präoperativ potent waren. Daten bezogen auf alle Patienten finden Sie im BARMER GEK Report Krankenhaus 2012

Potenzrate unserer Patienten

Alterunter 6060 - 70über 70
Grad der Nervschonungbeidseitigeinseitigbeidseitigeinseitigbeidseitigeinseitig
IIEF* über 19 Punkte594456355925
Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr (in %)9258,384,6708463,6

* IIEF-5-Score ("International Index of Erectile Function") zur Bewertung des Schweregrades der erektilen Dysfunktion. Die Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr wird bei mindestens 19 von 25 möglichen Punkten angenommen. Die Befragung erfolgt zwölf Monate nach nervenschonender PRP, mit oder ohne Einnahme von PDE-5-Hemmern. Die Einnahme von PDE-5-Hemmern wurde von etwa 20% der Patienten berichtet.

Quelle: Michl, U., et al. (2005). Prediction of Postoperative Sexual Function After Nerve Sparing Radical Retropubic Prostatectomy