Fakten zur Erhaltung der Kontinenz

Das nach dem Aspekt der Heilung wichtigste Anliegen der Patienten nach einer Prostatakrebsbehandlung ist, dass die Kontinenz erhalten bleiben kann. Entscheiden sich Arzt und Patient gemeinsam für die operative Entfernung der Prostata, wird dieser Eingriff in der Martini-Klinik unter Verwendung der sogenannten FFLU Technik (Full-Functional-Length-Uretha) besonders Schließmuskel-schonend durchgeführt. Da auch die sogenannten "Potenznerven" wegen darin enthaltener sensibler Nerven einen positiven Beitrag zur frühzeitigen und kompletten Wiederherstellung der Kontinenz leisten, wird die Operation, sofern technisch und onkologisch möglich, nervschonend vorgenommen.
Durch diese ausgefeilte Operationstechnik in diesem höchst sensiblen Bereich kann die Kontinenz so meistens erhalten werden. Natürlich beeinflussen das Alter des Patienten, mögliche Begleiterkrankungen und die Art der Nerverhaltung – an einer Seite oder an beiden Seiten der Prostata – die Kontinenz. 

Tab. 1 Kontinenzraten, 12 Monate nach der radikalen Prostataentfernung
Anzahl benötigter Vorlagen innerhalb von 24 StundenFFLUNon-FFLU
096.9 %94.7 %
1 - 22.2 %4.1 %
3 - 5 0.6 %0.8 %
> 50.3 %0.4 %

* FFLU = Full-Functional-Length-Urethra
Quelle: Schlomm, T., et al. (2011). Full Functional-Length Urethral Sphincter Preservation During Radical Prostatectomy

Häufig gestellte Fragen

Erhalte ich nach der Operation einen Urinkatheter?

Ja, während der Operation wird bei allen Operationsverfahren ein Urinkatheter eingelegt. Dieser verbleibt in der Regel eine bis zwei Wochen nach der Operation.