Krebserkrankung bei Männern betrifft am häufigsten die Prostata

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in Deutschland und in anderen westlichen Industrienationen. Die Zahl der Neuerkrankungen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und lag 2010 bei ca. 66.000. Für das Jahr 2014 wird geschätzt, dass bereits über 70.000 Männer neu am Prostatakarzinom erkranken. Als Ursache für die stetig gestiegene Anzahl an Neuerkrankungen wird neben der allgemein höheren Lebenserwartung der zunehmend angewandte PSA-Test angenommen. Im Gegensatz zur Erkrankungsrate ist die Sterberate aber seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig. Je früher Prostatakrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. 

Das Risiko eines Prostatakarzinoms steigt mit zunehmendem Alter an. Vor dem 50. Lebensjahr tritt der Prostatakrebs nur selten auf. So liegt das Risiko für einen 35-jährigen Mann in den nächsten 10 Jahren zu erkranken, unter 0,1 %, das Risiko für einen 75-jährigen Mann hingegen bei 6,0 %. Insgesamt liegt aktuell das sogenannte Lebenszeitrisiko für einen Mann an einem Prostatakarzinom zu erkranken, bei 13,2 % und an einem Prostatakarzinom zu versterben, bei 3,3 %. Bedingt durch Früherkennungsuntersuchungen wird heutzutage die Mehrzahl der Tumore in frühen, auf die Prostata begrenzten Stadien entdeckt (T1/T2). Deshalb sind die relativen Fünfjahres-Überlebensraten für Prostatakrebs in Deutschland bei 93,0 % sehr günstig. Allerdings treten beim Prostatakarzinom aufgrund des biologischen Wachstumsverhaltens auch nach längerem Verlauf Sterbefälle auf.

Das Prostatakarzinom entsteht in der Regel in der äußeren Zone der Prostata und wächst im Vergleich zu anderen Krebsarten relativ langsam. Die gutartige Prostatawucherung (BPH) wächst dagegen in der inneren Zone der Prostata, die um die Harnröhre herum liegt.

Häufig gestellte Fragen

Bei mir ist ein Prostatakarzinom festgestellt worden. Welche weiteren Untersuchungen sind notwendig?

Die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen richtet sich nach dem Stadium bzw. der Aggressivität des Tumors. Hierbei spielen z.B. der Tastbefund, die Höhe des PSA-Wertes und der sog. Gleason-Grad in den Biopsien eine Rolle. Nach diesen Faktoren wird individuell entschieden, ob weitere Untersuchungen notwendig sind. Sehr häufig sind keine weiteren Untersuchungen notwendig. An weiteren Untersuchungen sind bei manchen Patienten z.B. eine Knochenszintigraphie, eine Computertomographie oder auch eine Kernspintomographie notwendig. Dieses wird Ihr behandelnder Urologe individuell entscheiden.

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