Pressemitteilung vom 04. Dezember 2008

Weltweit größtes Spezialzentrum für Prostatakrebs

1.550 Operationen an Martini-Klinik und UKE in diesem Jahr / Chefarzt Huland plant Ausbau der Hamburger Spezialeinrichtung zum europäischen Zentrum

Auf dem Campus des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ist das größte Prostatakrebszentrum der Welt entstanden: Mit 1.550 Operationen in diesem Jahr haben die Martini-Klinik und die Urologie des UKE gemeinsam Patienten mit Prostatakarzinom operativ versorgt. „Nach unserer Kenntnis wird dieses Operation an keinem anderen Zentrum so häufig durchgeführt“, so Professor Hartwig Huland, Chefarzt der Martini-Klinik am UKE. Selbst die Mayo-Klinik in Rochester und die Johns Hopkins Klinik in Baltimore erreichen diese beeindruckende OP-Zahl nicht. In der Martini-Klinik werden mittlerweile an vier OP-Tischen acht Prostataeingriffe pro Tag vorgenommen. Jeder dritte Patient ist gesetzlich versichert. Versorgungsverträge hat das 100prozentige Tochterunternehmen des Universitätsklinikums mit der DAK, TK, HEK und der Hamburg-Münchener Krankenkasse, mit weiteren Kassen steht ein Vertragsabschluß unmittelbar bevor. 

Für den Erfolg macht Huland das Konzept verantwortlich: Vor vier Jahren hatte der renommierte Spezialist für die nervschonende Entfernung der Prostata (Prostatektomie) selbst die Idee, ein hochspezialisiertes Zentrum ausschließlich für die Diagnose und Behandlung des Tumors zu gründen. Jedes Jahr werden in Deutschland 50.000 Männer mit der Diagnose Prostatakrebs konfrontiert. „Ihnen in einem High-Volume-Center die beste Betreuung durch Ärzte mit hoher Kompetenz und Erfahrung zukommen zu lassen hat sich bewährt“, bilanziert Huland.

Seit dem 1. Dezember diesen Jahres ist er ausschließlich als Chefarzt der Martini-Klinik am UKE tätig, zuvor war er auch als Klinikdirektor für die Urologie des UKE zuständig. Der 66jährige Prostatakrebsexperte will die Klinik weiter nach vorne bringen: „Wir wollen weiterhin nicht nur Patienten aus Deutschland, sondern vermehrt auch Patienten aus den Nachbarländern behandeln. Wir stellen zunehmend Interesse von Patienten aus den Mittelmeerländern und aus Osteuropa fest. “ Der Grundstein ist mit unser wissenschaftlich-fachlichen Kompetenz und unserer Datenbank mit mehr als 8.000 Patienten aus ganz Europa gelegt.“