Sicherheit nach der Entlassung

Im Anschluss an Ihren Aufenthalt bei uns organisiert Ihr niedergelassener Urologe die Nachsorge. Sollten Sie in der nächsten Zeit Probleme haben und Ihren behandelnden Arzt nicht erreichen (Urlaub, Wochenende etc.), können Sie tagsüber zu uns in die Klinik oder – in der Nacht oder am Wochenende – in die Notaufnahme des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) kommen. Die Notaufnahme ist rund um die Uhr mit diensthabenden Urologen besetzt.

Telefon Notaufnahme UKE: +49 (0)40 7410-35002  

"Ihre Gesundheit ist für uns auch nach der Therapie wichtig. Ein Parameter für den Behandlungserfolg ist Ihre Lebensqualität, daher werden wir Sie in Zukunft regelmäßig um die Beantwortung unserer Fragen für die Forschung bitten."

Prof. Dr. Markus Graefen

Nach Ihrer Entlassung wird es noch etwas dauern, bis Sie Ihr komplettes körperliches Leistungsspektrum wiedererlangt haben. Erschöpfung und geringe Belastbarkeit sind in den ersten Wochen völlig normal. Gegebenenfalls kommt für Sie eine ambulante oder stationäre Rehabilitation in Frage. Während dieser werden Funktionsstörungen nach einer OP behandelt, die physisch und psychischer Leistungsfähigkeit wiederhergestellt und die Wiedereingliederung in das gesellschaftliche und berufliche Leben erzielt.

So geht es weiter

Nach Krebsoperationen wird allen Patienten dringend empfohlen, an der Tumornachsorge teilzunehmen. Hierfür sind in der Regel keine Röntgenuntersuchungen notwendig. Wichtig für die Nachsorge ist die Bestimmung des PSA-Wertes. Ihr niedergelassener Urologe wird Ihre Nachsorge organisieren.

Wichtig für die Nachsorge ist die Bestimmung des PSA-Wertes. PSA wird normalerweise in der Prostata gebildet. Da diese jedoch entfernt wurde, sollte der PSA-Wert gegen Null (als "Null" wird ein PSA-Wert unter der Nachweisgrenze bezeichnet. Dieser Wert kann zwischen den verschiedenen Laboren variieren) gehen. Ein Abfallen des PSA-Wertes auf den Null-Wert ist erst nach drei Monaten zu erwarten. Sind noch Prostatakarzinomzellen trotz Operation im Körper, z.B. weil Tumorzellen schon aus der Prostata ausgetreten sind, würden diese PSA bilden. Diesen Bluttest und auch die Nachbetreuung der Veränderungen von Blase und Schließmuskel sowie die Urinuntersuchungen wird Ihr Urologe durchführen.

Für die Nachbetreuung werden folgende Zeitabstände und Kontrollen empfohlen:

  •  Ärztliche Untersuchungen / Laboruntersuchungen (PSA)

    • innerhalb der ersten zwei Jahre: alle drei Monate
    • im dritten und vierten Jahr: alle sechs Monate
    • nach fünf Jahren: alle zwölf Monate

  • Röntgen, CT, Szintigrafie: nur bei Bedarf 
  • Ultraschall: wenn dies Ihr Urologe empfiehlt. 

Dieses sind nur grobe Richtlinien. Ihr Urologe wird die Untersuchungstermine an Ihre persönliche Situation anpassen. Haben Sie nach Ihrem Aufenthalt in der Martini-Klinik noch Fragen oder Anregungen, wenden Sie sich gern auch an uns. 

Ein Parameter für den Behandlungserfolg den wir gemeinsam anstreben ist Ihre Lebensqualität, daher werden wir Sie nach Ihrem Aufenthalt regelmäßig um die Beantwortung unserer Fragen für die Forschung bitten.

Selbstverständlich können Sie auch nach der Therapie in der Martini-Klinik, die psychologische Betreuung durch unsere Diplompsychoonkologen in Anspruch nehmen. 

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich, dass ich geheilt bin?

Den Prostatakrebs kann man mit bloßem Auge nicht sehen und somit weder seine Tumorausbreitung noch die Heilung während der Operation abschätzen. Eine erste, wichtige Information erhält man durch eine sehr subtile und sehr aufwändige histologische Aufarbeitung (feingewebliche Untersuchung) der entnommenen Prostata und der entnommenen Lymphknoten. Aufgrund dieser so genannten Histologie ist eine erste Aussage möglich, ob eine Heilung durch die Operation erfolgt ist oder nicht. In letzterem Fall gibt es dann immer noch eine 2. Chance der Heilung durch eine Nachbestrahlung.

Ist eine Anschlussheilbehandlung dringend erforderlich und wie organisiert man diese?

Die Martini-Klinik hat eine speziell ausgebildete Mitarbeiterin, die jedem einzelnen Patienten anbietet, ihn über die Notwendigkeit und Möglichkeiten der Anschlussheilbehandlung zu informieren. Sie hilft auch bei der Anmeldung. Während des stationären Aufenthaltes kann man mit ihr einen Termin machen.