PRIAS-Studie

Aktive Überwachung mit der Möglichkeit einer verzögerten Therapie bei Prostatakrebs.

Prinzipal Investigator: Prof. Dr. Thomas Steuber

Prostatakrebs ist der häufigste Krebs älterer Männer, aber nur ein kleiner Teil der Patienten, die Prostatakrebs haben, sterben auch daran. Gründe dafür sind zum einen die frühe Diagnose über PSA-Bestimmung und Biopsie, sowie das sehr langsame Wachstum bei bestimmten Formen des Prostatakrebses. In Fällen von sehr langsamem Wachstum bleibt der Krebs ohne Symptome. Aktive Überwachung bedeutet, langsam wachsende Krebsarten zu erkennen und in regelmäßigen Abständen durch PSA-Bestimmungen, ärztliche Untersuchungen und Wiederholung der Biopsie zu beobachten und nicht sofort eine eingreifende Behandlung wie Operation oder Bestrahlung durchzuführen. Die Möglichkeit einer verzögerten heilenden Behandlung durch Operation oder Bestrahlung bei aggressiverem Verlauf der Krebserkrankung bleibt.

Einschlusskriterien

  • Adenokarzinom der Prostata
  • klinisches Stadium T1c oder T2
  • Gleason Score 3 + 3 = 6, unter bestimmten Bedingungen auch Gleason Score 3 + 4 = 7
  • ein oder zwei positive Biopsien
  • PSA Dichte weniger als 0,2
  • PSA zur Diagnose ≤ 10ng/ml
  • Biopsien: Anzahl der Biopsien = Prostata-Volume
    08 = 0 - 40
    10 = 40 - 60
    12 = > 60

Ausschlusskriterien

  • Verweigerung oder Unmöglichkeit einer späteren Therapie: Operation, Bestrahlung
  • frühere Prostata-Therapie
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