Fakten zur Erhaltung der Potenz

Die Potenz wird über sehr dünne und empfindliche Nervenfasern gesteuert, die auf ihrem Weg vom Gehirn zum Penis sehr dicht an der Prostata entlang verlaufen. Kann man diese feinen Gefäßnervenstrukturen während der Operation schonen, wird in den überwiegenden Fällen auch die Erektionsfähigkeit erhalten. Definiert man Potenz zum Beispiel mit der Frage, ob nach der Operation die Durchführung von Geschlechtsverkehr möglich ist, so bejaht dies ein Großteil unserer Patienten, bei denen die Nerven auf beiden Seiten der Prostata geschont werden konnten.

Die Tabelle zeigt die aktuellen Potenzraten von mehr als 10.000 unserer Patienten, die präoperativ potent waren und wo ein Erhalt beider Nervenstränge möglich war. Diese Ergebnisse sollen für Sie eine Orientierung sein. Zwischen den Operationstechniken ergab sich nach unserer Statistischen Auswertung kein signifikanter Unterschied. 

Für Informationen zu Resultaten bei einseitiger Nervschonung oder den Einsatz von erektionsfördernden Medikamenten stehen wir im persönlichen Gespräch zur Verfügung.
 

Potenzrate unserer Patienten

Alterunter 5959 - 65über 66
Grad der Nervschonungoffenda Vincida Vincioffenoffenda Vinci
IIEF-5* >= 18 Punkte60,459,250,650,136,849,2
Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr (in %)89,990,883,878,270,981,0

* IIEF-5-Score ("International Index of Erectile Function") zur Bewertung des Schweregrades der erektilen Dysfunktion. Eine milde bis keine Einschränkung der Potenz wird ab einem Punktwert von 17 angenommen. Die Befragung erfolgte zwölf Monate nach nervenschonender PRP, mit oder ohne Einnahme von PDE-5-Hemmern.

Quelle: Haese et al.: A comparative study of robot-assisted and open radical prostatectomy in 10 790 men treated by highly trained surgeons for both procedures, BJU Int 2019