Ambulante Katheterentfernung

Wenn der Heilungsprozess der Verbindung von Harnblase und Harnröhre (Anastomose) am Zeitpunkt Ihrer Entlassung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, muss der Dauerkatheter noch für einige Tage belassen werden. Der Urin wird in dieser Zeit, wie auch schon während des stationären Aufenthaltes, in einen Beutel abgeleitet, der unauffällig unter der Hose am Bein getragen werden kann. Vor Ihrer Entlassung werden wir mit Ihnen einen Zeitpunkt festlegen, an dem der Blasenkatheter erfahrungsgemäß gezogen werden kann. Dieser Termin ist als Richtwert zu verstehen, da sich der Heilungsprozess auch noch etwas länger verzögern könnte. Dies ist nicht ungewöhnlich und beeinträchtigt nicht den Erfolg der Operation. 

In der Regel wird der Blasenkatheter zum vereinbarten Termin durch Ihren niedergelassenen Urologen entfernt. Sie können aber auch einen Termin zur Entfernung in unserer Ambulanz vereinbaren. 

Im Rahmen dieses Termins in unserer Ambulanz werden wir eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um zu sehen, ob sich eventuell noch Lymphflüssigkeit im Becken angesammelt hat. In manchen Fällen ist es notwendig, spezielle Ultraschallverfahren oder Röntgenuntersuchungen (Zystogramm) durchzuführen, um zu sehen, ob die Anastomose vollständig verheilt ist. Anschließend wird der Dauerkatheter entfernt. Das Ziehen des Katheters ist schmerzfrei und wird von einer Ambulanzschwester vorgenommen. In einem ausführlichen Gespräch erklärt sie, was in den nächsten Tagen und Wochen zu beachten ist. Um die Entleerung nach dem Wasserlassen zu beurteilen, führen wir eine erneute Ultraschalluntersuchung der Harnblase durch. Wir bitten Sie, für diesen ambulanten Termin ca. zwei bis drei Stunden Zeit mitzubringen.