Ihr Aufenthalt - wenn Sie zur Brachytherapie kommen

Am Tag der stationären Aufnahme erfolgen vor allem die für die Operation noch notwendigen Untersuchungen durch den Stationsarzt, sowie die Vorbereitungen für Ihre Operation. Dies sind insbesondere: 

  • Blutentnahme und Urinuntersuchung
  • EKG und ggf. Röntgenuntersuchungen (sofern nicht bereits ambulant durchgeführt) 
  • Gespräch und Aufklärung über die Operation 
  • körperliche Untersuchung 
  • Ultraschalluntersuchungen 
  • eventuell weitere Untersuchungen in Abhängigkeit von Vorerkrankungen und Befunden, z. B. eine spezielle Ultraschalluntersuchung

Des Weiteren erfolgt ein ausführliches Gespräch über die Narkose mit dem Anästhesisten. Schließlich zeigt Ihnen das Pflegepersonal die Station und Ihr Zimmer und informiert Sie über den pflegerischen Ablauf wahrend Ihres Aufenthalts. Falls von Ihnen gewünscht, findet auch ein Gespräch mit unseren Psychoonkologen statt.

Die Reihenfolge des Ablaufs am Aufnahmetag kann sich aufgrund organisatorischer Gesichtspunkte verändern. Am Aufnahmetag servieren wir ein Mittagessen sowie ein leichtes Abendessen. Im Verlauf des Tages erfolgt auch ein Gespräch über die geplante Operation mit Ihrem Operateur.

Tag der Operation

Am Operationstag haben Sie nach dem Wecken ausreichend Zeit, das Duschbad zu nutzen und sich anzukleiden. Nach Ihrer Vorbereitung durch das Pflegepersonal der Station werden Sie durch den Transportdienst des UKE in den Operationssaal für Strahlentherapie des Ambulanzzentrums gebracht. Sie brauchen sich um nichts zu kümmern.

Da die Rückverlegung aus dem OP erst erfolgt, wenn Sie die Narkose fast vollständig im Aufwachraum der Anästhesie ausgeschlafen haben, kann es sein, dass diese erst am späten Nachmittag oder Abend stattfindet. Wenn Sie zurück auf Station sind, können Sie bereits wieder Flüssigkeit zu sich nehmen. Am Abend bekommen Sie eine leichte Mahlzeit gereicht. Gegen auftretende Wundschmerzen erhalten Sie Schmerzmittel über die Infusion oder eine Spritze. Bis zum nächsten Morgen wird ein Dauerkatheter in der Blase belassen, um mögliche Reizungen der Prostata nach dem Eingriff abklingen zu lassen.

Tag der Entlassung

Nach Entfernung des einliegenden Dauerkatheters und des Druckverbands können Sie wie gewohnt frühstücken und duschen. 
Es erfolgt noch eine Kontrolle per Ultraschall, ob eine vollständige Blasenentleerung möglich ist. 

Bitte beachten Sie:  

Nach dem Eingriff und der Narkose am Vortag besteht eine deutlich erhöhte Belastung. Eine hundertprozentige Fahrtüchtigkeit ist eventuell noch nicht wieder gegeben.

Brachytherapie durch Dauer-Implantation (Seeds), Low-Dose-Rate LDR
Da nach der Operation die radioaktiven Strahler in der Prostata verbleiben, wird geraten, den unmittelbaren Kontakt zu Schwangeren oder zu Kindern in den ersten Wochen möglichst kurz zu halten.

Häufig gestellte Fragen

Wie erfolgt die Nachkontrolle?

Prostatakrebs gehört zu den wenigen Tumoren, bei denen im Zuge der Tumornachsorge nicht geröntgt oder andere bildgebende Verfahren eingesetzt werden. Man erkennt die Heilung daran, dass der PSA-Wert unter der sogenannten Nachweisgrenze ist, also nicht mehr nachweisbar ist. Der vom Labor angegebene Wert kann dabei von Labor zu Labor durch die Verwendung unterschiedlicher Tests variieren.  Da nach der Operation keine Prostata mehr vorhanden ist, die normalerweise PSA bildet, und da Prostatakrebszellen auch PSA bilden würden, diese aber entfernt wurden, muss der PSA-Wert unter der Nachweisgrenze sein. Es dauert allerdings 2 bis 3 Monate, bis der PSA-Wert nach einer Operation unter die Nachweisgrenze fällt. Der betreuende Urologe nutzt im Wesentlichen den PSA-Wert, um dann zu bestätigen, dass es keinen Hinweis auf ein Wiederauftreten des Krebses (Rezidivfreiheit) gibt.

 

Wo erfolgt die Nachkontrolle?

Die Nachkontrolle erfolgt bei Ihrem Urologen nach einem standardisierten Ablauf. Bei Problemen oder Fragen stehen wir auch nach der Behandlung in der Martini-Klinik selbstverständlich weiter zur Verfügung.