Früh erkannt, haben Sie beste Heilungschancen

Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung der Prostata steigt mit zunehmendem Alter. Eine Vorsorgeuntersuchung wird ab dem 45. Lebensjahr empfohlen. Je früher der Tumor entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Wächst der Tumor innerhalb der Prostata (organbegrenzt), liegen die Heilungschancen bei einer geeigneten Therapie bei deutlich mehr als 95 %. Doch nur wenige Männer der gefährdeten Altersgruppe nutzen die jährliche Krebsvorsorge. Und trotz intensiver Forschung gibt es für die Entdeckung eines Prostatakarzinoms noch keinen eindeutigen Marker.

Eine Vorsorgeuntersuchung besteht üblicherweise aus einer Tastuntersuchung, einem Bluttest (PSA) und gegebenenfalls aus einer Ultraschalluntersuchung. Bei der Tastuntersuchung kann man Veränderungen an der Prostata feststellen. Der PSA-Wert gibt Aufschluss über das Prostata-spezifische Antigen im Blut. Ist der Wert erhöht, kann dies ein Hinweis auf ein Prostatakarzinom sein, jedoch dürfen andere mögliche Einflüsse auf einen erhöhten PSA-Wert nicht außer Acht gelassen werden.

Eine Vorsorgeuntersuchung kann ab dem 40. Lebensjahr bei Wunsch durchgeführt werden. Ab dem 45. Lebensjahr wird sie allgemein empfohlen. Hat ein Familienmitglied ein Prostatakarzinom, sollte dies bereits ab dem 40. Lebensjahr erfolgen. Das gesetzliche Früherkennungsprogramm in Deutschland beinhaltet derzeit für Männer ab dem Alter von 45 Jahren einmal jährlich die Frage nach Beschwerden oder anderen gesundheitlichen Veränderungen, die Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane sowie die Tastung der Prostata und der Lymphknoten. Der Test auf PSA im Blut ist nicht Bestandteil der gesetzlichen Früherkennung. In den interdisziplinären deutschen Leitlinien und den meisten internationalen Leitlinien wird die Bestimmung des PSA als Früherkennungsuntersuchung empfohlen.  

 

Bildgebende Verfahren (wie zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung, MRT) können die Diagnostik unterstützen und Veränderungen der Prostata sowie suspekte Areale bei einer Biopsie ausfindig machen. Bei einer eventuell folgenden Biopsie werden diese zu Rate gezogen, um die suspekten Areale präzise zu treffen und Gewebe zu entnehmen.

 

Eine Prostatabiopsie wird empfohlen, wenn der PSA-Wert höher ist als 4 ng/ml, dieser in kurzer Zeit (im Abstand von ca. 2 Wochen) auffällig steigt oder die Tastuntersuchung ein karzinomverdächtiges Ergebnis erbringt.

Im Spiegel der Presse

Häufig gestellte Fragen

Akzeptieren die Ärzte der Martini-Klinik, dass ich im Zweifelsfall eine zweite Meinung einholen möchte?

Ja. Wir bitten sogar darum. Wir halten eine Zweit-, möglicherweise auch eine Drittmeinung bei diesem komplexen Krankheitsbild für außerordentlich wichtig.

Bei mir ist ein Prostatakarzinom festgestellt worden. Welche weiteren Untersuchungen sind notwendig?

Die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen richtet sich nach dem Stadium bzw. der Aggressivität des Tumors. Hierbei spielen z.B. der Tastbefund, die Höhe des PSA-Wertes und der sog. Gleason-Grad in den Biopsien eine Rolle. Nach diesen Faktoren wird individuell entschieden, ob weitere Untersuchungen notwendig sind. Sehr häufig sind keine weiteren Untersuchungen notwendig. An weiteren Untersuchungen sind bei manchen Patienten z.B. eine Knochenszintigraphie, eine Computertomographie oder auch eine Kernspintomographie notwendig. Dieses wird Ihr behandelnder Urologe individuell entscheiden.

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