Mit geringerem Infektionsrisiko

Die transrektale Prostatabiopsie ist nach wie vor das Standardverfahren zur weiteren Abklärung bei Hinweis auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms (erhöhter PSA Wert und/oder Tastbefund der Prostata). Für die meisten Patienten ist diese Vorgehensweise sehr gut, ohne nennenswerte Komplikationen durchzuführen.

Die perineale Prostatabiopsie ist das optimale Verfahren, wenn bereits ein präoperativer Rektalabstrich Resistenzen gegen häufig angewendete Antibiotika (Fluorchinolone) ergeben hat. Das Infektionsrisiko ist bei der perinealen Biopsie verringert, da die Darmschleimhaut hierbei nicht perforiert wird, es werden also auch keine Darmbakterien in die Prostata verschleppt. Eine Antibiotikaprophylaxe ist bei der perinealen Stanzbiopsie nicht immer notwendig. Diese Art der Biopsie ist auch für Patienten zu empfehlen, die am Enddarm voroperiert oder bestrahlt worden sind, wodurch eine Heilung nach transrektaler Biopsie verzögert sein kann.

Unter einer Kurznarkose von 30 - 45 Minuten werden mehrere Proben aus der Prostata über den Damm entnommen. Ein Template (Raster) ermöglicht eine zielgenaue Punktion zuvor festgestellter verdächtiger Areale. Durch den perinealen Zugang ist zudem ein besseres Erreichen der anterioren Prostataregion möglich. Die Probenzahl variiert mit der Prostatagröße, typisch sind 14 - 24 Stanzen. Die entnommene Gewebemenge ist gering und hat keinen Einfluss auf die Funktion der Prostata.

                                  

 

 

 

Ihre Ansprechpartner vor Ort:

Frau Dr. Yamini Nagaraj und
Herr PD Dr. Georg Salomon