Aktuelle Ergebnisse zur PSA-basierten Früherkennung des Prostatakarzinoms

Zusammenfassung der im Februar 2014 erschienen Veröffentlichung

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebsart und dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern in westlichen Industrieländern. Die Einführung der PSA-basierten Früherkennung des Prostatakarzinoms hat in Nordamerika die Sterberate an diesem Tumor reduziert. Neben dem Vorteil einer früheren Erkennung relevanter Karzinome besteht aber die Gefahr der Überdiagnose und Übertherapie sehr früher Tumoren. Die sichere Stratifizierung von Patienten mit einem klinisch indolenten Prostatakarzinom in aktive Überwachungsprogramme (active surveillance) stellt hier den Schlüssel zur Vermeidung einer Übertherapie solcher Tumoren dar. Parallel zur verbesserten Abschätzung der Tumoraggressivität müsste auch über eine Ausweitung des PSA-Screenings diskutiert werden, um die weiterhin hohe Zahl der palliativen Therapien, Metastasen und Prostatakarzinomtodesfälle durch zu späte Diagnosen zu reduzieren.

Prostatakrebs: Testen oder nicht?

15.04.2014 / Focus

Prostatakrebs: Testen oder nicht?

Der Nutzen des Tests auf das prostataspezifische Antigen (PSA) ist umstritten: Eine Studie soll nun klären, wann flächendeckende Tests sinnvoll sind