Gästebuch

Die Bewertungen unserer Gäste sind für uns von zentraler Bedeutung. Sie garantieren die Transparenz unserer Leistung und dienen der internen Qualitätsüberprüfung. Wir sind sehr stolz darauf, dass 98% der bei uns behandelten Patienten die Klinik an Freunde und Verwandte weiterempfehlen würden - für uns ein unschlagbares Kompliment.

Wir laden Sie ein, unser Gästebuch zu durchstöbern. Wir sind uns sicher, dass Sie sich durch diese Informationen aus erster Hand einen soliden Eindruck der Martini-Klinik machen können.
Da hier immer wieder bestätigt wird, dass die Berichte ehemaliger Patienten bei der Entscheidung für eine Klinik hilfreich sind, haben wir die Einträge ab September 2015 ein Jahr lang auch auf Englisch übersetzt. So können auch unsere internationalen Patienten von den ausführlichen Berichten unserer deutschen Patienten profitieren. 

Auch die Berichte in der nationalen und internationalen Presse können die Darstellung unserer Leistung verifizieren und Ihr Bild von der Martini-Klinik komplettieren.


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13. Januar 2019 / Ernst-Günther M. aus 27729 Holste-Steden

Martini-Klinik "TOP" - hervorragende Leistung der Ärzte - tolle Leistung des Pflegepersonals!
Nur die Kommunikation zwischen den Ärzten und des Pflegepersonals hat unbedingt Luft nach oben.

Zum UKE: "FLOP" - wir sind extra aus Bremerhaven für die Katheter Entfernung nach Hamburg angereist. Eines von zwei Röntgengeräten ist ausgefallen, dadurch hatten wir 6 Stunden Wartezeit. Technik die versagt finden wir nicht weiter dramatisch, ABER dass man uns ohne Erklärung "am langen Arm" hält, zunächst nach einer Stunde Wartezeit zum Kaffee trinken schickt (ohne erklärende Worte), finden wir nicht in Ordnung, dem Patienten gegenüber wenig wertschätzend. Der Termin war für 10:00 Uhr vereinbart, um 16:00 Uhr war endlich Behandlungsanfang. Behandlungsdauer waren insgesamt 10 Minuten, der Röntgenarzt hat davon 45 Minuten gemacht, da er wichtige Telefongespräche tätigen musste. So erklärt sich die lange Wartezeit für alle. Die Wichtigkeit der vielen Gespräche (während der Patient bereits entkleidet wartet), wurde uns mit den Worten erklärt: tja, wenn man Arzt ist, wollen alle was von einem, die Kollegen … das Personal … alle fragen einen etwas. Somit ist der Patient an zweiter Stelle.

 

03. Januar 2019 / Uwe P. aus Bad Lippspringe

Im Juli 2017 wurde bei mir ein PSA-Wert von 12,1 festgestellt. Bei weiteren Untersuchungen im Institut für Pathologie wurde dann ein Protatakarzinom vom Typ eines azinären Adenokarzinoms (Gleason Grade: Score 3+4 =7a) festgestellt. Ein sehr guter Bekannter (Urologe), der mir auch alle Ängste nahm, gab mir die Empfehlung - geh in die Martini-Klinik. Auf Grund meines Alters musste ich zur Aufnahme noch einige Untersuchung in der Nuklearmedizin sowie ein kardioloisches Gutachten erbringen.
Nachdem ich mich in Hamburg Ende Juli vorgestellt habe, bekam ich einen OP-Termin für den 7.12.2017 bei Prof. Dr. A. Haese. Am Abend vor der OP wurde ich ausführlich vom Prof. aufgeklärt. Das Gespräch gab mir die nötige Ruhe und nahm mir alle Ängste. Nach erfolgreicher OP (DaVinci-Operationssystem) war ich nach ca. 4 Stunden wieder in meinem Zimmer. Dank einiger Schmerztabletten war ich fast schmerzfrei. Die Schmerztabletten konnte ich nach 4 Tagen absetzen.
Dank der sehr guten Betreuung des gesamten Teams konnte ich nach der Ziehung des Katheters die Martini-Klinik am 13.12.2017 verlassen. Ich fühlte mich so gut, dass ich mit dem Zug die Heimfahrt nach Ostwestfalen antrat. Nur auf der Heimfahrt nahm ich Gebrauch von einer Einlage. Da der Prof. Dr. Haese eine sehr gute OP geleistet hat ,habe ich keinerlei Probleme mit Urinverlust.
Da die OP nun schon über 13 Monate vergangen sind, möchte ich mich noch einmal bei allen bedanken.


 

02. Januar 2019 / Wolf O. aus Wildeshausen

Jetzt, postoperativ nach ziemlich genau 3 Monaten, fällt es mir leichter, zum bei mir abgelaufenen Prozess etwas zu sagen. Aufgrund des Schicksals eines Freundes, der seinen PCA viel zu spät entdeckt hat, ließ ich vor einem Jahr meinen PSA-Wert feststellen. Resultat: 4,6. Nach Überprüfung im Mai 2018: Anstieg auf 5.7.

Ich habe mich daraufhin aufgrund eines Hinweises eines Hamburger Freundes entschlossen, in der Martiniklinik eine Fusionsbiopsie machen zu lassen. Die Diagnose bestätigte die vorhergegangene MRT-Untersuchung: Karzinom in der Prostata, Gleason 3 plus 4. Leider erwischte mich daraufhin am Tag nach der Biopsie eine Sepsis, die mir an meinem Heimatort 10 Tage Krankenhausaufenthalt bescherte. Das kann passieren.

Im Juli erfolgte dann das aus meiner Sicht sehr professionelle, neutrale und zugewandte Beratungsgespräch bei und mit Prof. Dr. Graefen. Daraufhin Entscheidung zur Operation in der Martini-Klinik, radikale Prostatektomie.

Aus Termingründen erfolgte die da Vinci-assistierte OP Anfang Oktober 2018 durch Prof. Dr. Haese, ein aus meiner Sicht ebenfalls exzellenter Operateur. Mein Blutverlust war relativ hoch, mehr als 1 Liter. Die OP konnte jedoch, weil das Karzinom noch klein und sich nur im Inneren der Prostata befunden hat, nervschonend durchgeführt werden.

Zu den Nachwirkungen der OP: Ich hatte ein bis zwei Tage nach der OP Schmerzen im Rippenfellbereich als eine Folge der Kopfunter-Lage wahrend der mehrstündigen OP. Dabei drücken die Innereien gegen die Rippenbögen. Natürlich spürte ich auch Wundschmerzen, die jedoch medikamentös gemildert wurden. Auch plagte mich 3 Tage lang die übliche Untätigkeit des Darms, der erst nach und nach wieder seine Tätigkeit aufnahm. Mich erwischte zu allem Überfluss am zweiten Tag nach der OP ein Vorhofflimmern. Das bescherte mir eine eintägige Extrarunde in der nahen UKE-Kardiologie.

Am 7. postoperativen Tag konnte der Katheter gezogen werden. Innerlich bin ich seitdem dicht. Mein erstes Urinlassen auf WC funktionierte ebenfalls auf Anhieb, ich glaubte daraufhin schon, ich sei sofort kontinent. Dies hat sich in den Folgetagen leider nicht bestätigt. Erst durch intensives Beckenbodentraining während der AHB in Bad Wildungen (Klinik am Kurpark) hat sich bis heute eine deutliche Verbesserung eingestellt. Ich bin seit längerer Zeit nachts trocken, seit 3 Wochen auch vormittags und auch am Nachmittag/Abend nähere ich mich immer mehr meinem Wunschzustand. Bei weiterem positiven Verlauf und begleitendem BB-Training sehe ich mich in wenigen Wochen völlig trocken/kontinent. Btw, auch den anderen Risikobereich habe ich einigermäßen glimpflich überstanden. Meine vorherige Lebensqualität habe ich also schon jetzt wieder erreicht, allerdings in leicht veränderter Form. Mein gerade festgestellter PSA-Wert liegt nun unterhalb der Nachweisgrenze, auch hier also Erleichterung.

Sowohl die Klinikorganisation als auch das Ärzteteam, die Schwestern und das Serviceteam haben mir außerordentlich gut gefallen. Prof. Dr. Haese hat professionell und gekonnt operiert und ich habe ich mich auch vor und nach der OP durch ihn sehr gut betreut gefühlt. Die erlösende Nachricht der Pathologen hat er mit telefonisch vorab nach Hause übermittelt: Kein weiterer Krebs feststellbar, keine weitere Therapie notwendig. Das war schon eine sehr befreiende Nachricht, die die gesamte Familie entlastet hat. Insgesamt habe ich alle Beteiligten als extrem zugewandt und freundlich erlebt. Ein derartig durchgängiges professionelles und patienten-/kundenorientiertes Verhalten in einer Klinik habe ich weder vorher noch nachher erlebt.

Mein Fazit: Natürlich gibt es auch in der Martini-Klinik keine Behandlung ohne die typischen OP-Folgen. Die Durchführung der OP und die begleitende Betreuung ist jedoch eine sehr deutliche Empfehlung wert. Auch die Nähe zum UKE ist ein erheblicher Vorteil. Und es zahlt sich am langen Ende Geduld und ein beharrliches Training des eigenen Beckenbodens aus.

 

02. Januar 2019 / Hartmut K. aus 21409 Embsen

Ich möchte die Gelegenheit zum neuen Jahr nutzen, auf diesem Wege dem Team der Martini-Klinik zu danken,
die Klinik, die mir eine fast beschwerdefreie Zeit nach meiner Prostataektomie am 17.7.2018 ermöglichte.

Wie schon die mit der "da Vinci-Methode" erfolgreich operierten Patienten in Ihrem Gästebuch erwähnten, gebührt das Lob nicht nur meiner OP-Ärztin, Frau Dr. Valia Veleva, sondern dem gesamten Personal der Station. Erstaunlich was heute mit Computerhilfe möglich ist, aber nach wie vor steht der Mensch mit seinen Fähigkeiten für mich im Vordergrund!

Nicht vergessen möchte ich Frau Dr. Prues, die bei der Vorbesprechung im Mai dafür gesorgt hat, dass keinerlei Ängste aufkamen, da alle anstehenden Fragen von vornherein erschöpfend beantwortet wurden.

Weiterhin alles Gute in 2019 wünscht Ihnen

Hartmut K.

 

30. Dezember 2018 / Michael B. aus Bordesholm

30.12.2018

Heute möchte ich allen, denen eine Prostata-Operation bevor steht, Mut machen. Mit dem Gästebuch habe ich mich auch vor meiner Prostata-Operation befasst und mit wurde die Angst genommen.

Seit 2015 bin ich unter Beobachtung mit meinem PSA-Wert. 2018 wurde eine Biopsie gemacht, mit dem Ergebnis, dass von 10 Proben 7 Proben befallen waren bei einem PSA Wert von 6,25. Aus diesem Grund hat mein Urologe mir geraten, mich in der Martini Klinik in Hamburg vorzustellen.

Am 23.August 2018 wurde ich mit dem da Vinci-System von Herrn Professor Steuber operiert. Die Operation verlief sehr gut und die Prostata wurde beidseitig nervenschonend entfernt. Morgens um 7.00 Uhr war die Operation und abends um 19.00 Uhr bin ich schon wieder den Flur auf und ab gelaufen. Täglich hat Herr Professor Steuber sich nach meinem Befinden erkundigt. Ich habe mich sehr gut betreut gefühlt und wurde bereits nach 5 Tagen mit Katheder entlassen.

Nach 12 Tagen wurde der Katheder bei meinem Urologen gezogen. Anschließend bin ich für 3 Wochen zur Reha nach St. Peter-Ording gefahren. Zuerst wollte ich die Reha nicht antreten, aber ich bin froh, dass ich es trotzdem gemacht habe, denn ich bin mir jetzt sicher, dass die Reha auch erheblich zur Genesung beigetragen hat. Kurze Zeit nach der Operation war ich zu 100% kontinent.

Auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal bei dem gesamten Team der Station 4 ( Ärzte, Pflegepersonal, Reinigungspersonal und dem Catering-Service) für die tolle Arbeit bedanken.

 

27. Dezember 2018 / Klaus D. aus Hameln

Lieber Herr Dr. Michl,

Vor knapp 2 Jahren haben Sie mich vom Prostatakrebs befreit. Meine PSA-Werte und Untersuchungsergebnisse sind bis zum heutigen Tag im sehr guten Bereich; hinzu kommt, daß ich total schmerz- und und beschwerdefrei die OP überstanden habe!

Dafür möchte ich mich bei Ihnen und Ihrem gesamten Team auch im Namen meiner Familie herzlich bedanken.

Ich wünsche Ihnen für das kommende Jahr weiterhin ein gutes chirurgisches Gelingen bei bester Gesundheit, Schaffenskraft und Freude!

Ihr dankbarer Patient
Klaus D.

 

11. Dezember 2018 / Georg F.

Moin, ich war, bzw. bin vom 28.11.2018 bis zum 12.12.2018 im UKE, Entfernung Prostata und Blase. Wir wurden umfangreich durch Dr. Joost Mansholt und Prof. Dr. Thomas Steuber im Vorfeld aufgeklärt. Die OP verlief für mich optimal und zwar so, dass Prostata und Blase entfernt wurden. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl, weil Herr Steuber mir gesagt hatte, mit dem Stoma kannst du alles machen und ich kann meinen geliebten Sport weiterausüben, das war mir das Wichtigste. Nach der OP war ich schon wieder am nächsten Tag aufm Flur unterwegs, anfangs war‘s noch ein bisschen wackelig, schon nach dem 4 Tag bin ich dann täglich meine 4-5 km auf dem UKE-Gelände spaziert. Ich hatte keine starken Schmerzen, ich fühlte mich hier bestens aufgehoben, meine Physis und meine körperliche Verfassung haben mir sehr geholfen, so haben meine 33 Laufjahre mit 115.000 Kilometer auch was Gutes. Ich kann die Klinik nur weiterempfehlen, absolut spitze. Möchte mich nochmal ausdrücklich bei Herrn Prof. Dr. Steuber bedanken, ein Superarzt, war immer sachlich, ruhig und hatte Zeit für den Patienten. Ich werde gerne an diese Zeit zurück denken. Ich hatte zu den Ärzten immer volles Vertrauen. Über meine sportlichen Erfolge in Zukunft werde ich dann Herrn Steuber berichten, für einen Arzt welcher auch sportlich aktiv ist hat man gleich eine viel bessere... Die Pfleger und Schwestern in dieser Klinik waren super drauf, sowas hab ich noch in keiner anderen Klinik gesehen. Ich würde die Note 1+ vergeben, Mittwoch geht's dann wieder nach Ostfriesland, Gruß Georg F.

 

08. Dezember 2018 / Joachim S. aus Tespe

Auch mein dritter Aufenthalt in der Martini-Klinik innerhalb von 6 Jahren war top. Sehr freundliche und kompetente Ärzte, ein ausgezeichneter Operateur (Dr. Maurer), einfühlsames und herzliches Pflegepersonal (Maria, Agata und andere), fröhliche Servicefrauen, gutes und vielfältiges Essen. Ich wünsche allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nur das Beste und weiter so!

 

06. Dezember 2018 / Ludwig E. aus Meersburg

Heute, nach genau einem Jahr und genügend zeitlichem Abstand, möchte auch ich mich hier all den positiven Rückmeldungen anschliessen.
Am 06.12.2017 wurde ich erfolgreich durch Professor Dr. Graefen mittels der da Vinci-Methode nervschonend operiert. Zu keinem Zeitpunkt nach der OP hatte ich Schmerzen oder sonstige Beschwerden. Der Blasenkatheder konnte noch einen Tag vor der Entlassung entfernt werden und die Kontinenz war danach sofort vorhanden. Meine Beckenbodenübungen, Wochen vor der OP, haben sicherlich dazu beigetragen.
Von Anfang an fühlte ich mich in der Martini-Klinik gut aufgehoben. Von der Aufnahme bis zur Entlassung eine einzigartige freundliche Atmosphäre. Egal ob Ärzteteam, Pflegepersonal, Catering (das Essen war hervorragend!) oder Reinigungspersonal, alle waren zuvorkommend und hilfsbereit. Man fühlte sich eigentlich nicht wie in einem Krankenhaus. Auch meine Frau, die mich nach Hamburg begleitet hatte, wurde bestens umsorgt.
Ich bin froh, mich für diese Klinik entschieden zu haben und kann sie nur weiter empfehlen. Die nach der OP notwendigen vierteljährlichen Nachsorgeuntersuchungen durch meinen Urologen verlaufen zu aller Zufriedenheit.
Vielen Dank nochmals an Professor Grafen und an das ganze Martini Team. Sie alle waren große Klasse.
Herzliche Grüße
Ihr L.E.

 

03. Dezember 2018 / Dirk E. aus Göttingen

Mein Aufenthalt in der Martiniklinik am UKE vom 4.10. bis 10.10.2018

Mit einer Krebsdiagnose im Gepäck und einer radikalen Prostatektomie vor der Brust rückte ich am 4. Oktober morgens um 8 Uhr nicht gerade in Hochstimmung in die Martini-Klinik ein. Im Verlauf der folgenden Stunden legte sich die Anspannung zunehmend. Den Grund sehe ich in der sehr freundlichen und zugewandten Art und Weise der Kommunikation, mit wem auch immer ich zusammentraf, an diesem Tag der Einstimmung und Voruntersuchungen. Professionalität im jeweiligen Aufgabenfeld darf man ohnehin erwarten, aber hier geht sie einher mit Respekt dem Patienten gegenüber. Jeder nimmt sich Zeit, alle Fragen verständlich zu beantworten, niemand wirkt gehetzt oder gereizt. Wartezeiten? Nicht nennenswert. Ich bekam das Gefühl vermittelt, der einzige Patient zu sein, was ersichtlich nicht stimmte.

Diese ersten persönlichen Eindrücke bestätigten sich in den Tagen meines Aufenthalts und verfestigten sich. Was auch immer medizinisch mit mir passiert wäre, wohlgefühlt hätte ich mich jedenfalls. Wenn ich mal von meiner Sorge (Angst) vor der Operation (daVinci-gestützt) einmal absehe, war ich nach dem Gespräch mit meinem Operateur (Prof. Haese) am Abend doch leicht zuversichtlich, in guten Händen zu sein, ich war sogar in den besten.

Die Wartezeit am nächsten Tag – ich war Nr. 3 auf der OP-Liste – war natürlich doof. Bisweilen ärgerte ich mich, dass ich mich so umfassend vorinformiert hatte. Manchmal ist es besser, man geht etwas ahnungsloser in eine solche Operation. Als ich kurz nach 12 Uhr abgeholt wurde, fiel die Spannung langsam ab. Endlich ging es los. Auch hier in der OP-Vorbereitung und Anästhesie sind alle sehr zugewandt. Ich habe nicht einmal gefroren: Hier kennt man Heizdecken. Stunden später kehre ich zurück ins Leben, kein Schüttelfrost, wieder bekomme ich eine Heizdecke und sehr bald die Information über den erfolgreichen Verlauf einer unkomplizierten Operation. Gegen Abend bestätigt mir der Stationsarzt das erfreuliche Ergebnis im Detail: die krebsige Prostata und Lymphknoten entfernt, bei beidseitiger Schonung der Nervengewebe. Tiefe Dankbarkeit erfüllt mich. Postoperativ müssen ich und mein Körper nun einiges aushalten, durchmachen und wieder zurechtrücken. Das braucht Zeit und Geduld. Aber das Team von Station 5 – und damit meine ich alle, Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger, die Service- und Reinigungskräfte – tun alles, damit ich mich trotz aller Beeinträchtigungen wohlfühlen kann. Die Stimmung ist immer positiv, freundlich, kein bisschen hektisch und hoch professionell. Am Montag informiert mich Prof. Haese persönlich über die OP und das weitere Prozedere. Die Dichtigkeitsprüfung der Blase am Dienstag ergibt: die Blase ist dicht. Der Katheter wird noch am Dienstag gezogen. Auch das geht hier so gut wie schmerzfrei. Der Beutel ist weg, ich kann mich wieder frei bewegen. Doch leider zu früh gefreut. Die Harnröhre hat, warum auch immer, einen „dicken Hals“ gekriegt und dicht gemacht. Mit einem nur tropfenden Wasserhahn kann man nichts anfangen. Also neuen Katheter legen und schon läuft es wieder. So werde ich dann am Mittwoch, Tag 5 nach der Operation nach Hause entlassen.

Die teils hochkomplexen Arbeits- und Leistungsprozesse in der Martini-Klinik sind absolut beispielhaft und aufeinander abgestimmt, und was noch wichtiger ist, sie werden gelebt von jedem einzelnen Mitarbeiter. Denn entscheidend ist, wie die handelnden Menschen sich verhalten. Sie geben der Martini-Klinik ihr Gesicht. Ich danke allen, die ich kennenlernen durfte, für Ihre Hilfe und Empathie und natürlich für ihre Kompetenz in ihren jeweiligen Aufgabenfeldern.

Dirk E., Göttingen im Oktober 2018