|
In dieser multizentrischen Studie wird bei Patienten mit schmerzhaften Knochenmetastasen die Wirksamkeit von Radium-223 (Alpharadin TM) zur Linderung der Beschwerden untersucht. Diese Studie richtet sich an Patienten mit einem nicht mehr durch Hormone behandelbaren Prostatakarzinom (so genanntes hormonrefraktäres Prostatakarzinom) und mehreren schmerzhaften knöchernen Metastasen.
Verschiedene, so genannte Radionukleide, werden in der Medizin zur Linderung metastatisch bedingter Knochenschmerzen erfolgreich angewandt. Die beiden gängigsten Medikamente sind das Metastron (Strontium 89) und das Quadramet (Samarium 153 EDTMP). Für diese so genannten Beta-Strahler gilt als eine der Hauptlimitierungen dieser Substanzen, dass ab einer gewissen Dosis, bedingt durch die relativ lange Reichweite der Beta-Partikel, auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Im Gegensatz hierzu ist die Reichweite von Radium-223 als so genanntem Alpha-Strahler deutlich geringer, wodurch eine Dosiskonzentration auf die Metastasen erreicht werden kann bei geringerer Gefahr, auch gesundes Gewebe zu schädigen. Ziel dieser Studie ist die Ermittlung einer optimalen Dosis von Radium-223 zur Linderung von Knochenschmerzen bei für den Patienten annehmbarem Nebenwirkungs- und Sicherheitsprofil. Die Behandlung sieht eine einzige intravenöse Gabe einer definierten Dosis von Radium-223 vor. Im weiteren Verlauf werden zu definierten Zeitpunkten das Ansprechen der Therapie sowie ggf. aufgetretene Nebenwirkungen ermittelt.
Patienten, die sich an dieser Studie beteiligen möchten, müssen unter anderem die folgenden Kriterien erfüllen: - mikroskopischer Nachweis eines Prostatakarzinoms
- hormonunabhängiges Stadium der Erkrankung
- Nachweis von mindestens zwei knöchernen Metastasen mittels Knochenszintigramm
- durch die Metastasen bedingte Knochenschmerzen trotz adäquater Einnahme von Schmerzmitteln
Fragen zu dieser Studie beantwortet der behandelnde Arzt in der Martini-Klinik oder unsere Studienkoordinatorin Barbara Klimm unter der Telefonnummer 040/74 10-513 11 zwischen 8 und 16 Uhr.
|