Nach der Entfernung der Prostata sinkt bei erfolgreicher Therapie der PSA-Wert auf null, da kein PSA-produzierendes Gewebe mehr vorhanden ist. Ist nach einer Operation erneut ein PSA-Wert von einem Schwellenwert von über 0,2 ng/ml nachweisbar, wird dies als Indikator von residualer Tumoraktivität interpretiert und als biochemisches Rezidiv bezeichnet. Ein biochemisches Rezidiv ist nicht automatisch mit einem lebensbedrohenden Zustand gleichzusetzen. Es kann im Einzelfall bedeuten, dass eine weitere Therapie wie eine Nachbestrahlung oder Hormontherapie erforderlich ist.
Die folgende sogenannte Kaplan-Meier-Kurve zeigt die biochemische Rezidivfreiheit und damit Heilung unserer Patienten nach einer RRP ohne zusätzliche Bestrahlung oder Hormontherapie im Langzeitverlauf von mindestens zehn Jahren. Die Patienten wurden zwischen 1992 und 1997 bei uns behandelt. Diese onkologischen Ergebnisse sind hervorragend und entsprechen den Heilungsraten großer amerikanischer Schwerpunktzentren.
Die Grafik zeigt die biochemische Rezidivfreiheit. Die Y-Achse gibt die Wahrscheinlichkeit der PSA-Rezidivfreiheit in Prozent von 0 bis 100 an. Die X-Achse gibt den zeitlichen Verlauf in Monaten an. Beispiel: Nach zehn Jahren (120 Monaten) betragt die Rezidivfreiheit bei pT2-Tumoren 87 Prozent. Die biochemische Rezidivfreiheit aller Patienten betragt nach zehn Jahren 65 Prozent.